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Dosier-Aerosol

  

Gegensatz zum Pulverinhalator liegt das Medikament im Dosier-Aerosol entweder gelöst oder in Form von suspendierten Partikeln in einem flüssigen Treibgas vor. Das Auslösen eines Sprühstoßes sorgt dafür, dass das Medikament in Form feinster Tröpfchen vernebelt oder zerstäubt wird. Dadurch kann es in die Bronchien und die Lunge inhaliert werden. In der Regel wird der Sprühstoß manuell ausgelöst. Es gibt auch atemzuggesteuerte Dosier-Aerosole, wo der Sprühstoß automatisch durch die Einatmung ausgelöst werden kann.

Der Patient muss die richtige Anwendung eines Dosier-Aerosols erlernen. Am besten trainiert der Patient die richtige Inhalationstechnik vorab zusammen mit seinem Arzt:

Richtige Anwendung:

  1. Kappe abnehmen

  2. Schütteln, ausatmen

  3. Mundstück zwischen die Zähne

  4. Lippenschließen
  5. Beim Einatmen zugleich einmal drücken
  6. Luft anhalten und bis 10 zählen
  7. Durch die Nase ausatmen

Um die Inhalation zu erleichtern, kann man dem Dosier-Aerosol als Inhalationshilfe einen sogenannten „Spacer“ vorschalten. Der Sprühstoß erfolgt hierbei in den Spacer hinein. Das Medikament kann dann durch das Mundstück des Spacers problemlos eingeatmet werden.
Wirkstoffpartikel gelangen ohne einen Spacer mit hoher Geschwindigkeit in den Rachen. Große Partikel bekommen häufig nicht die Kurve in die Luftröhre, sondern lagern sich im Rachenraum ab. Diese Partikel werden in den Spacern „abgefangen“. Bei der Verwendung von Spacern entfällt die sonst notwendige Koordination zwischen Auslösen des Sprühstoßes und Einatmen, die vielen Patienten Probleme bereitet.

Wer sollte Inhalierhilfen anwenden?

  • Patienten, denen die richtige Koordination Probleme bereitet, z.B. Babys, Kinder und ungeübte Patienten.
  • Patienten, bei denen entzündungshemmende Substanzen (Kortikoide) zu Nebenwirkungen im Rachenraum führen können.

Die Anwendung im Film: Der Dosier-Aerosol

 

 

 

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