Neben allgemeinen Maßnahmen wie Schulungen (z.B. wie man bei einem Asthmaanfall richtig atmet) und möglicherweise spezifischer Gymnastik ist eine medikamentöse Therapie meist unumgänglich. Als erstes Medikament sollte man für den Fall einer Atemnot einen kurzwirksamen Bronchodilatator bei sich haben, der in den meisten Fällen die Atemnot beseitigen kann. Bei vielen Patienten ist auch eine antientzündliche Therapie absolut notwendig.
Heute verordnet der Arzt/die Äztin meistens ein inhalatives Kortikoid, das in der Regel sehr gut verträglich ist und vielen Patienten ein normales Leben ermöglichen kann. Reicht das alleine nicht aus kann man zusätzlich langwirksame inhalative Bronchodilatoren (sogenannte Beta2-Sympathomimetika) dazu geben und/oder Theophyllin. Nur wenige Patienten brauchen heute noch ein orales Kortikoid in Form von Tabletten o.aä.
Asthma ist eine chronische Erkrankung. Sie kann bereits im Kindesalter oder auch erst beim Erwachsenen auftreten. Bei vielen Kindern (ca. 50 %) verbessert sich Asthma nach der Pubertät oder verliert sich sogar ganz.
Asthma kann zwar nicht geheilt, aber sehr gut kontrolliert werden. Dies gelingt aber nur, wenn die Behandlung dauerhaft erfolgt und der Betroffene sorgfältig mitarbeitet. Der Lohn der Mühe ist meist ein weitgehend normales Leben.
Asthma ist kein Schicksal, man kann viel dagegen tun. Hauptziele einer modernen Asthmatherapie sind:

Die medikamentöse Asthmatherapie soll dreierlei leisten:
Die zur Asthma-Therapie erforderlichen Medikamente unterteilt man in eine Dauermedikation, die jeden Tag eingenommen werden muss, und in eine Bedarfsmedikation, die nur beim Asthma-Anfall angewendet wird. Für beide Medikamentengruppen gilt: "So wenig wie möglich und so viel wie nötig". Die Medikamente zur Dauerbehandlung werden auch als Controller bezeichnet, die Medikamente zur Bedarfstherapie nennt man Reliever. Diese englischen Bezeichnungen sagen aus, was von den Substanzen erwartet wird.
Die schnell wirksamen Reliever können bei einer akuten Atemwegsverengung die erhoffte Erleichterung schaffen. Sie wirken nur kurze Zeit und sollen ausschließlich im Bedarfsfall eingenommen werden. Obwohl man nach Einnahme der Reliever meist eine deutliche Erleichterung spürt, beeinflussen sie den Verlauf des Asthmas nicht.
Reliever sind:
Muskelverkrampfung = Atemnot |
Der Krampf löst sich = |
Es gibt zwei wichtige Gruppen von Medikamenten, die zur Dauerbehandlung des Asthmas eingesetzt werden: Entzündungshemmende und bronchienerweiternde Medikamente (Controller).
Auch wenn man nach der Einnahme mancher Controller nichts merkt: ohne diese Medikamente geht es bei chronischem Asthma nicht. Nur sie können die Entzündung der Atemwege dauerhaft lindern und sollten daher unbedingt regelmäßig eingenommen werden. Welcher Controller in welcher Dosierung geeignet ist, hängt wesentlich vom Schweregrad der Erkrankung ab.
Controller werden in zwei Gruppen unterteilt:
Allergene birgen ein Risiko für Asthmapatienten. Häufig können dadurch Asthmaanfälle ausgelöst werden. Deshalb ist es wichtig, bestimmte Allergene zu vermeiden, wie z.B.
Wussten Sie, dass Ihr Schultergürtel normalerweise zwischen 8-10 kg wiegt?
Die folgenden Körperstellungen entlasten Sie von dem Gewicht Ihrer Arme und Ihres Schultergürtels. Außerdem werden durch den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur die verengten Bronchien erweitert und das Gefühl der Atemnot nimmt ab:
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Auch spezielle Atemtechniken wie die Lippenbremse verschaffen bei akuter Luftnot Erleichterung. Die Lippenbremse ist eine Atemtechnik, bei der die Ausatmung bewusst durch die locker aufeinanderliegenden Lippen erfolgt. Durch diesen körpereigenen Widerstand entsteht ein leichter Überdruck, der verhindert, dass die Bronchien bei angestrengter Ausatmung zusammenfallen. So strömt die Luft zwar langsam, aber leichter als zuvor aus.
Akuter Stress oder Angstgefühle können die Asthma-Anfallsrate erhöhen. Natürlich kann man negativen Lebenseinflüssen nicht immer aus dem Weg gehen, trotzdem sollten Sie Stress vermeiden. Hilfreich können Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelrelaxation, Yoga-Übungen, Qi Gong und Autogenes Training sein.
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