Der Begriff COPD leitet sich aus dem englischen Begriff „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ ab, was übersetzt bedeutet: chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder auch chronisch obstruktive Bronchitis. Bei chronisch-obstruktiven Lungenkrankheiten, zu denen wie gesagt auch die chronisch obstruktive Bronchitis, das Lungenemphysem als auch die chronische Bronchitis mit asthmatischer Komponente oder auch Kombinationen der Störungen zählen, kommt es zu einer Entzündung der Bronchien mit einer dauerhaften Verengung (Obstruktion) der Atemwege. Dadurch ist die Ausatmung der Luft aus den Lungen erschwert.
Durch die Schwellung der Schleimhäute und die damit verbundene Obstruktion kann die Atemluft nur noch eingeschränkt durch die Bronchien strömen. Bei einer COPD wird der Schleim zäh, die Flimmerhärchen - die den Schleim durch eine wellenartige Bewegung Richtung Rachenraum abtransportieren - verkleben und werden dadurch in ihrer Bewegung beeinträchtig. Außerdem können sie in einer drastisch verringerten Anzahl vorliegen, was ebenfalls ihre ursprüngliche Funktion massiv beeinträchtigt.
Die Patienten bemerken die Atemnot häufig erst dann, wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist. Selbst einfache körperliche Bewegungen führen nun zu Atembeschwerden. Keinesfalls dürfen ständiger Husten und Auswurf als "normal" angesehen werden. Die ärztliche Abklärung sollte umgehend erfolgen.
Nicht nur die Atemnot, sondern auch die Erschöpfung der Muskelkraft schränkt die körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen ein. Körperliche Schonung und Bewegungsmangel unterstützen diesen Leistungsabfall zusätzlich. Auch bestimmte Hormone (Testosteron und Wachstumshormon) werden bei COPD weniger gebildet, was sich ebenfalls auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirkt und eine Ursache für depressive Verstimmungen sein kann.
Als Hauptrisikofaktor für die Entstehung bzw. den Verlauf einer COPD wird das inhalative Zigarettenrauchen genannt. Allerdings besteht hierbei ein individuelles Risiko, das auf genetischen Faktoren basiert, da nicht sämtliche Raucher eine COPD entwickeln. Der einzige bisher gesicherte genetische Risikofaktor für eine COPD ist der angeborene Defekt des α1-Antitrypsins. Menschen mit diesem Defekt können, sofern sie rauchen, eine COPD auch schon im jugendlichen Alter entwickeln.
Neben den genannten Faktoren gelten auch wiederholte Atemwegsinfekte, Alkoholkonsum, Allergien, geringes Geburtsgewicht, Mangelernährung und die Umwelt (Luftverschmutzung, Belastungen am Arbeitsplatz gegenüber Staub, Chemikalien, Dämpfen u.a., Luftbelastung innerhalb von Gebäuden durch biologische Brennstoffe, Passivrauchen, armutsbedingte Parameter) als Risikofaktoren und mögliche Auslöser einer chronischen Atemwegserkrankung. Allerdings treten sie im Vergleich zum Zigarettenrauchen deutlich in den Hintergrund.