Die Familie eines asthmakranken Kindes oder eines asthmakranken Elternteils ist weit mehr gefordert als andere Familien. So müssen z.B. Haustiere abgegeben werden, auf die Vermeidung von Allergenen, z.B. bei den Mahlzeiten, muss geachtet werden, der Aufenthalt während der Pollensaison im Freien ist eingeschränkt, plötzliche körperliche Anstrengungen, z.B. beim Spielen, können zu einem Asthmaanfall führen und auch in der Wahl des richtigen Urlaubsortes ist eine „Asthmafamilie“ nicht völlig frei. Das alles verlangt von den Familienmitgliedern ein höheres Maß an Verständnis und Kompromissbereitschaft.
Natürlich benötigt Ihr asthmakrankes Kind mehr Aufmerksamkeit, was den aktuellen Gesundheitszustand anbelangt, aber behandeln Sie Ihr Kind nicht übertrieben fürsorglich. Ihre Angst überträgt sich auf das Kind und es besteht die Gefahr des sozialen Rückzugs. Nehmen Sie Ihrem Kind keine Aufgaben ab, die es selbst bewältigen kann, es muss lernen mit der Krankheit selbständig zu leben und umzugehen. Dazu gehört auch die Selbstkontrolle des Asthmas, die Sie zusammen mit dem Kind üben sollten. Führen Sie zusammen mit Ihrem Kind ein Asthmatagebuch, in dem Sie die Peak-Flow-Werte aufzeichnen, und besprechen Sie den Verlauf gemeinsam.
Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst, um das Immunsystem des asthmakranken Familienmitglieds zu stärken und die Infektabwehr zu fördern. Lebensmittel, auf die der Asthmatiker allergisch reagiert, sind dabei zu meiden und sollten vollständig vom Speisezettel des Kranken gestrichen werden.
Körperliche Schonung kann das Asthma verschlimmern. Durch mangelndes Training treten Atembeschwerden umso früher auf, sobald es zu einer Belastung kommt. Ein guter Trainingszustand wirkt sich positiv auf das Anstrengungsasthma aus. Regelmäßiges Training verbessert bei jedem Menschen die Lungenfunktion, und so steigt auch beim Asthmatiker die Reizschwelle für die Auslösung eines Asthmaanfalls. Suchen Sie sich eine Ausdauersportart, die Sie mit der ganzen Familie ausüben können, wie z.B. Schwimmen oder Wandern in der pollenfreien Zeit. So wird der Familienzusammenhalt gesteigert und ganz nebenbei die Ausdauer trainiert!
Selbsthilfegruppen bieten den Betroffenen eine Plattform zum gemeinsamen Austausch. Hier finden Sie Verständnis und erhalten weiterführende Informationen. Adressen von Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe erhalten Sie hier.