Mittlerweile steht zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung. Es gibt Medikamente, die z.B. oral oder inhalativ eingenommen werden. Durch die Anwendungsmethode der Inhalation gelangen die Wirkstoffe schnell und direkt in die Atemwege.
Asthma-Patienten wird heute eine Vielfalt von Inhalationssystemen angeboten.
Entscheidend ist, dass der Asthmatiker lernt „sein“ Inhalationssystem „wie
im Schlaf“ zu beherrschen, damit die verordneten Medikamente auch zuverlässig
an ihrem Wirkort gelangen.
Beim Inhalieren von Medikamenten wird weniger Wirkstoff gegenüber der
Tabletteneinnahme benötigt. Dadurch, dass der Wirkstoff direkt zum Wirkort in
die Lunge gelangt, kann die Wirkung rascher einsetzen. In der Regel weisen
inhalativ eingenommene Medikamente eine bessere Verträglichkeit und weniger
Nebenwirkungen auf.
Unabhängig vom System gibt es einige Grundprinzipien der Inhalation:
In der Praxis stehen unterschiedliche Systeme zur Inhalation zur Verfügung, z.B.:
Die Handhabung von Pulverinhalatoren gegenüber Dosieraerosolen ist für den Patienten in der Regel einfacher, da hierbei die bei Dosieraerosolen notwendige Koordination von Auslösen und Einatmen entfällt.
Für die meisten Asthmatiker ist ein Trockenpulver-Inhalator gut geeignet.
Dieser sollte:
Moderne Trockenpulverinhalatoren können auch schon nach kurzer Zeit von Kindern im Alter von vier Jahren sicher bedient werden. Einige Inhalatoren lösen schon bei so niedrigem Atemfluss aus, dass auch Asthmatiker mit schlechter Lungenfunktion mit ihnen zurechtkommen. Gelingt dies nicht, kann auf ein Spray mit vorgeschalteter Inhalationskammer ("Spacer") oder einen Vernebler ausgewichen werden. Solche Systeme werden auch für Kleinkinder empfohlen.
Asthmatikern, die heute ein Dosieraerosol (Spray) verwenden, und die aus Unsicherheit nicht auf einen Trockenpulver-Inhalator umsteigen möchten, kann heute ein gutes (FCKW-freies) System angeboten werden. Ein neues Dosieraerosol enthält sogar bereits die moderne Kombinationstherapie aus Beta2-Sympathomimetikum und inhalativem Glukokortikoid.