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Hilfe bei Asthma

Tipps für den Notfall

WICHTIG!

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt einen individuellen Notfallplan erstellen. Dieser kann von dem unten aufgeführten Notfallplan abweichen. Befolgen Sie in jedem Fall die Anweisungen Ihres behandelnden Arztes!

Asthma-Notfall-Plan

Notfallplan „Leichter bis mittelschwerer Anfall“ beim Erwachsenen:

Beispiel nach Empfehlung der Deutschen Atemwegsliga, der individuelle Notfallplan kann hiervon abweichen.

Ein leichter bis mittelschwerer Anfall liegt vor, wenn:

  1. Messen Sie Ihren Peak-Flow-Wert, um den Grad der Atemwegseinengung festzustellen.
    Peak-Flow Übersicht
  2. Inhalieren Sie 2-4 Hübe eines kurzwirksamen Beta2-Sympathomimetikums (Notfall-Spray). Warten Sie 5-10 Minuten. Versuchen Sie dabei ruhig zu atmen. Setzen Sie die dosierte Lippenbremse und atemerleichternde Körperstellungen (z.B. Kutschersitz) ein. Reißen Sie nicht das Fenster auf, um vermeintlich frische Luft zu bekommen. Der Kältereiz kann den Anfall verstärken.
  3. Messen Sie noch einmal den Peak-Flow-Wert. Wenn der Peak-Flow-Wert wieder in der Nähe Ihres persönlichen Bestwertes ist, handelt sich nur um einen leichten Anfall.
  4. Keine Besserung: Inhalieren Sie noch einmal 2 Hübe des kurzwirksamen Beta2-Sympathomimetikums (Notfall-Spray). Zusätzlich: 25-50 mg Kortison-Tabletten.
  5. Warten Sie 5-10 Minuten. Besserung: der Anfall wurde beherrscht.
  6. Wenn keine Besserung auftritt, rufen Sie sofort den Notarzt (Telefon: 112 oder 19222), denn der Anfall kann lebensbedrohlich sein

Notfallplan „Schwerer bis lebensbedrohlicher Anfall“:

Beispiel nach Empfehlung der Deutschen Atemwegsliga, der individuelle Notfallplan kann hiervon abweichen.

Ein schwerer bis lebensbedrohlicher Anfall liegt vor, wenn:

  1. (Peak-Flow messen - falls möglich!)
    Sofort 2-4 Hübe des kurzwirksamen Beta2-Sympathomimetikums (Notfall-Spray) inhalieren
  2. Dosierte Lippenbremse einsetzen, Kutschersitz oder Fersen-Ellenbogensitz.
  3. Keine Besserung nach 10-15 Minuten: schwerer Anfall.
    Nochmals 2-4 Hübe des kurzwirksamen Beta2-Sympathomimetikums (Notfall-Spray) inhalieren.
    Zusätzlich: 50-100 mg Kortison-Tabletten und 2-4 Hübe Ipratropium.
  4. Keine Besserung: schwerer evtl. lebensbedrohlicher Anfall!
    Notarzt rufen (Telefon 112 oder 19222).

Ihr Hausarzt kann Ihnen folgendes „Notfallpaket“ zusammenstellen:

Zusätzliche Linderung bei akuter Luftnot verschaffen die sogenannten atemerleichternden Körperstellungen, weil sie den Brustkorb entlasten, die Bauchatmung fördern und die Atemhilfsmuskulatur aktivieren. Das geschieht bei den atemerleichternden Positionen, wie z.B. dem Kutschsitz:

Auch spezielle Atemtechniken wie die Lippenbremse verschaffen bei akuter Luftnot Erleichterung. Die Lippenbremse ist eine Atemtechnik, bei der die Ausatmung bewusst durch die locker aufeinanderliegenden Lippen erfolgt. Durch diesen körpereigenen Widerstand entsteht ein leichter Überdruck, der verhindert, dass die Bronchien bei angestrengter Ausatmung zusammenfallen. So strömt die Luft zwar langsam, aber leichter als zuvor aus.

Atemerleichternde Positionen:

Lippenbremse und Torwartstellung Kutschersitz und Schülersitz Wandstellung und Paschasitz

 


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