Asthma und Schwangerschaft schließen sich heute nicht mehr aus. Wenn eine Asthmatikerin schwanger wird oder eine Schwangerschaft plant, sollte der behandelnde Arzt den weiteren Einsatz der Asthma-Medikation abwägen und eine individuelle, therapeutische Entscheidung treffen. Er und Ihr Frauenarzt werden Sie auf diesem Weg begleiten und sich untereinander über den Verlauf Ihres Asthmas und Ihrer Schwangerschaft austauschen.
Ihre medikamentöse Behandlung wird während der Schwangerschaft fortgeführt. Dies ist sehr wichtig für Sie als Patientin und Ihr Kind. Nehmen Sie also Ihre Medikamente weiterhin regelmäßig ein, da ein schlecht behandeltes Asthma die Verringerung des Sauerstoffgehalts Ihres Blutes und damit auch den Ihres Kindes zur Folge haben kann. Einen Asthmaanfall gilt es zu vermeiden, da er Mutter und Kind stark belastet.
Ihr Körper reagiert auf die Schwangerschaft mit einer erhöhten Hormonproduktion, dadurch kann unter Umständen Ihre Medikamentendosis reduziert werden. Nach der Geburt wird diese jedoch in der Regel wieder hochgefahren.
Bei vielen Frauen tritt in den ersten Wochen der Schwangerschaft eine erhöhte Übelkeit verbunden mit Brechreiz auf. Ein inhalatives Medikament ist während dieser Zeit vorteilhafter, da es den Magen nicht belastet.
Auch während der Stillzeit können Asthmamedikamente wie üblich eingenommen werden. Dadurch können allerdings geringe Mengen der Medikamentenwirkstoffe durch die Muttermilch an das Baby weitergegeben werden. Beobachtungen bei Tausenden von schwangeren und stillenden Asthmapatientinnen haben gezeigt, dass die meisten Asthmamedikamente für den Gebrauch in der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet sind.
(Anmerkung: Informationsblatt für Patienten, Deutsche Atemwegsliga e.V.)