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Was ist Asthma?

Asthma im Alltag

Worauf Patienten mit allergischem Asthma im Alltag achten können

Durch eine gründliche Diagnostik wird der Arzt die Ursachen für die Allergie feststellen. Die Patienten können mit diesem Wissen selbst etwas tun, um eine Linderung der Symptome zu erreichen.

Natürlich sind nicht alle der aufgeführten Tipps für jeden einzelnen Allergiker von Belang.

  1. Spaziergänge während der Pollensaison einschränken.
  2. Während dieser Zeit bei Autofahrten die Fenster geschlossen halten.
  3. Klimaanlage im Auto ggf. mit Pollenfilter ausrüsten.
  4. Hausstaubmilbensanierung vornehmen:
    • Milbenstaubundurchlässige Überzüge für Matratzen, Kissen und Bettdecken.
    • Bettzeug wöchentlich bei mindestens 60 ºC waschen.
    • Keine Haustiere ins/auf das Bett lassen.
    • Kuscheltiere in die Gefriertruhe legen. Nach mehreren Stunden sind sie milbenfrei.
    • Teppichböden entfernen, wenn Milbenallergene nachgewiesen sind (Acarex®-Test).
    • Innenräume kühl und trocken halten (relative Luftfeuchtigkeit unter 50%).
  5. Tiere mit Fell oder Federn aus der Wohnung fernhalten.
  6. Feuchte Wandstellen u. ä. sanieren (Schimmelpilze).
  7. Staubsauger mit Feinstaubfilter versehen.
  8. Machen Sie Urlaub an einem allergen-armen Ort (am Meer oder im Gebirge).
  9. Bei Baumpollen- und Beifußpollenallergie auf mögliche Kreuzallergien mit Nahrungsmitteln achten und diese möglichst meiden. Bei Baumpollenallergie vermeiden Sie am besten Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Kirschen, Kern- und Steinobstsorten, Nüsse (bes. Haselnüsse), Kiwi und Sellerie. Beifußpollenallergiker sollten auf Küchenkräuter, rohen Sellerie und bestimmte Gewürze (Anis, Koriander, Zimt) verzichten.

Sport hilft den Alltag zu meistern

Gezieltes körperliches Training

Gezieltes körperliches Training - es ist hier nicht von Überlastung die Rede - hat bei asthmakranken Kindern und Erwachsenen einen großen Nutzen. Beim Kind ist eine gesunde körperliche Belastung für die normale körperliche und seelische Entwicklung unverzichtbar. Vermeiden Kinder Anstrengung zu sehr, können sie sogar in einen Teufelskreis geraten, in dem ihre Belastbarkeit immer weiter abnimmt. Umgekehrt kann die Anfalls-Schwelle bei Belastungsasthma durch dosierte Belastung nach und nach herauf gesetzt werden. Kindern und Erwachsenen wird die Teilnahme an einer Lungensportgruppe unter Anleitung erfahrener Übungsleiter sehr empfohlen. Viele Patienten berichten, dass mit zunehmender Belastbarkeit auch das Selbstbewusstsein steigt, so dass alltägliche Herausforderungen wieder besser gemeistert werden.

Körperliche Belastung gehört neben Allergien und Infektionen zu den häufigsten Auslösern eines Asthmaanfalls. Deshalb neigen Asthmatiker dazu, körperlichen Betätigungen aus dem Wege zu gehen. Aufgrund der auftretenden Atembeschwerden fällt es ihnen schwerer Sport zu betreiben als den Gesunden. Allerdings verringert sich durch die Schonung die Belastbarkeit des Körpers. Er wird nicht mehr genügend trainiert, seine Anfälligkeit steigt, wodurch Atembeschwerden umso früher auftreten, sobald es zu einer Belastung kommt.

Ein guter Trainingszustand wirkt sich positiv auf das Anstrengungsasthma aus. Regelmäßiges Training verbessert bei jedem Menschen die Lungenfunktion, und so steigt auch beim Asthmatiker die Reizschwelle für die Auslösung eines Asthmaanfalls. Folgende Ausdauersportarten sind geeignet:

Stress vermeiden

Yoga zur Entspannung

Akuter Stress oder Angstgefühle erhöhen die Asthma-Anfallsrate. Atemnot macht Angst. Während eines Anfalls verkrampfen sich die Muskeln, welche die Luft beim Ausatmen aus den Atemwegen hinauspressen sollen. Es ist schwierig, einmal eingeatmete Luft wieder los zu werden. Frische Luft kann nur unter großer Anstrengung in die Lunge gesogen werden. Es ist ganz verständlich, dass viele Asthmatiker eine solche Situation mit dem Gefühl von Erstickungsangst erleben. Dies bedeutet enormen emotionalen Stress, der hormonelle Reaktionen bewirkt, die sich negativ auf die Atemwege auswirken können.

Natürlich kann man negativen Lebenseinflüssen nicht immer aus dem Weg gehen, trotzdem sollten Sie Stress vermeiden. Hilfreich können Entspannungstechniken, Yoga-Übungen und Autogenes Training sein.

Die Asthmatiker-Schulung

Patienten-Schulung am Gerät

Die gute Schulung des Patienten ist eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg. Die mit Asthma befassten ärztlichen Fachgesellschaften messen diesem Punkt heute eine so überragende Bedeutung bei, dass sie eine gemeinsame bundesweite Initiative gegründet haben. Das so genannte Nationale Ambulante Schulungsprogramm für Asthmatiker - kurz NASA - soll zukünftig für einen bundesweit einheitlich guten Wissensstandard der Asthmatiker sorgen - und dadurch die Behandlungserfolge weiter verbessern. Denn es kommt immer noch vor, dass Patienten über ihr Asthma nicht informiert sind. In jedem dieser Fälle werden wertvolle Behandlungschancen vertan. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt also auch über die Möglichkeiten an einer qualifizierten Schulung teilzunehmen, die es auch heute schon gibt. Wir wünschen Ihnen, dass Sie schon nach kurzer Zeit sagen können: "Ich habe mein Asthma angenommen und kann damit gut leben." Von einem aktiven professionellen Fahrradrennsportler stammt die Aussage: "Früher hat mich mein Asthma beherrscht - heute beherrsche ich mein Asthma". Dies sollte das Ziel eines jeden Asthmatikers sein, auch wenn die individuellen Belastungen und Anforderungen der Betroffenen ganz unterschiedlich sein können.

Asthma und Beruf

Ungeeignete Berufe für Asthmatiker

Generell sind Berufe mit starker körperlicher Belastung und hohen Temperaturschwankungen nicht für Asthmatiker geeignet. Ebenso sind Berufe ungeeignet, die einen Umgang mit allergieauslösenden Substanzen erfordern.

Im folgenden sind Berufsfelder und ihre häufigsten Allergieauslöser aufgeführt:

Bäcker, Bäckereiverkäufer
Substanzen: Mehlstaub, Backmittel mit Enzymen (Amylase), Hefe.
Bauarbeiter, Maler, Lackierer
Substanzen: Betonhärtemittel, verschiedene Metalle, Chrom-, Kobalt- und Nickelsalze im Zement, Farben, Kleber, Lacke, Lösemittel.
Druckindustrie
Substanzen: Terpentin, Farben, Gummi, Lösemittel.
Fotoindustrie
Substanzen: Farbstoffe, Fixiersalze, Entwickler.
Friseure
Substanzen: Haarfarben, Bleich- und Blondiermittel, Festiger, Kaltwellenmittel, Duftstoffe, Gummi, Gummihilfsstoffe, Kosmetika, Nickel.
Metallarbeiter
Substanzen: Öle, Ölzusätze, Schmierstoffe, Bohröle, Lötwasser, Benzinzusätze, Kühlmittel, Rostschutzmittel.
Pflegeberufe
Substanzen: Latex, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Lokalanästhetika, Antibiotika, Gummihilfsstoffe.
Schreiner
Substanzen: Holzstäube, Kleber, Lacke, Lösemittel, Terpene.
Tierpfleger, Labor, Landwirtschaft, Zoogeschäfte
Substanzen: Tierallergene (zum Beispiel Haare), Schimmelpilze.
 


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