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Was ist Asthma?

Diagnostik

Tritt ein regelrechter Asthmaanfall auf mit Atemnot, Giemen und Pfeifen, ist es in der Regel nicht schwer, die richtige Diagnose zu stellen. Das Frühstadium des Asthma bronchiale zu erkennen – insbesondere bei Kindern – ist schwieriger. Die Krankheitszeichen können hier sehr wenig ausgeprägt sein. Anhaltender trockener Husten kann ein erster Hinweis sein.

Bei Verdacht auf eine Asthmaerkrankung ist die Aufstellung der Krankengeschichte (Anamnese) besonders wichtig. Auch die Krankengeschichte der Familie spielt eine Rolle, da Asthma familiär gehäuft auftritt. Einige allergische Erkrankungen, wie Neurodermitis, Milchschorf als Baby und Heuschnupfen, können im Verlauf des Lebens durch einen sogenannten „Etagenwechsel“ in Asthma bronchiale übergehen. Im nächsten Schritt folgt die körperliche Untersuchung, wo die Lunge sehr genau abgehorcht wird.

Die im asthmatischen Krankheitsverlauf frühzeitig eingesetzte Lungenfunktionsprüfungen ermöglichen eine individuelle, auf den Patienten abgestimmte Behandlungsstrategie durch effiziente und schnell einzusetzende Therapiemaßnahmen.

Spirometer

Die Spirometrie misst, wieviel Liter Luft der Patient bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen kann. Der Kennwert dieser Methode ist das sogenannte Forcierte Einsekunden-Volumen (FEV1). Prüft man die Einsekundenkapazität nach Inhalation von verdächtigen Allergenen, kann man die Verengung der Bronchien beim Patienten nachweisen (Provokationstest). Ebenso ist es möglich, die Empfindlichkeit auf bestimmte Medikamente (Beta-Sympathomimetika) zu testen. Die Vitalkapazität ist eine Kenngröße für die Funktion der Lunge und für die Ausatmung (expiratorische Vitalkapazität). Die Vitalkapazität ist also die Menge Luft, die Sie maximal ausatmen, nachdem Sie vorher maximal eingeatmet haben.

Eine andere Methode der Lungenfunktionsüberprüfung ist der Bronchodilatationstest. Dieser Test prüft, ob eingesetzte atemwegserweiternde Präparate wirken. Dabei wird nicht nur vor, sondern auch nach Inhalation der Medikamente eine Lungenfunktionsmessung durchgeführt, um Asthma von chronisch obstruktiven Lungenkrankheiten (COPD) differenzieren zu können

Die genaueste Methode zur Atemwegswiderstandsmessung ist die Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie). Hierbei wird die Luftmenge, die nach der normalen Ausatmung in der Lunge verbleibt, bestimmt.

Die CO-Diffusionskapazität ist eine Kenngröße mit der der Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Lunge überprüft werden kann. Die Blutgasanalyse dient dazu, die Gasverteilung von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) sowie des pH-Wertes und Säure- und Basenhaushaltes im Blut zu erfassen. Die Ergebnisse dieser letztgenannten Messmethode geben darüber Auskunft, ob der im Blut vorhandene Sauerstoffdruck zur Versorgung des Körpers ausreicht. Um dies auch für Belastungssituationen erfassen zu können, werden diese Messungen vor und während einer körperlichen Anstrengung (z.B. auf dem Fahrradergometer) durchgeführt.

Zur Bestimmung der maximalen Strömungsgeschwindigkeit während des Ausatmens [Liter/Minute] dient das Peak-Flow-Meter. Ein durch das Ausatmen im Innern des Gehäuses zu bewegender Kolben gibt auf einer Anzeige die Strömungsgeschwindigkeit an. Das Peak-Flow-Meter dient vor allem der Kontrolle der Asthmatherapie von Betroffenen zu Hause. Allerdings misst dieses Gerät lediglich die Weite der großen Bronchien, verengte mittlere oder kleine Bronchien werden vom Peak-Flow-Meter nicht erfasst, so dass eine bronchiale Einengung trotz normaler Messwerte bestehen kann.

Zur Abklärung einer allergischen Ursache werden, bevor ein Provokationstest durchgeführt wird, die häufigsten Allergene wie Pollen, Tierhaare und Hausstaubmilbe im Allergietest auf der Haut (Prick-Test) auf ihre Bedeutung hin untersucht. Ergänzend können Blutuntersuchungen (IgE, IgA, RAST-Test) Auskunft geben, in welchem immunologischen und allergischen Zustand sich der Organismus befindet.

 


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